Brose Bamberg gelingt der erste Sieg in der neuen Euroleague-Saison

Charaktertest bestanden! Brose Bamberg hat sich gestern Abend mit einem eindrucksvollen Auswärtssieg in der Euroleague bei Unicaja Malaga zurückgemeldet. Am Ende hieß es 80 zu 76 für den Deutschen Meister. Brose Bamberg Coach Andrea Trinchieri war nach dem Spiel erleichtert: „Ich glaube, unsere Saison hat heute begonnen. Es war ein großartiger Erfolg der Mannschaft. Wir haben alles aufs Parkett geworfen.“ Den nächsten Schritt machen können die Bamberger schon morgen. Ab 20 Uhr ist dann in der Euroleague Baskonia Vitoria Gasteiz zu Gast in der Brose Arena. Außerdem gibt es wohl bald einen Neuzugang zu vermelden: Der US-Amerikaner Dorell Wright soll vor einem Wechsel von Bosnien nach Bamberg stehen.

 

Pressebericht Brose Bamberg:

 

Brose Bamberg gewinnt in Málaga

 

Am dritten Spieltag der Turkish Airlines EuroLeague hat Brose Bamberg den ersten Sieg eingefahren. Vor 6.978 Zuschauern im Palacio de Deportes Jose Maria gewann der deutsche Meister beim letztjährigen EuroCup-Champion Unicaja Málaga mit 80:76. Brose zeigte von Beginn an eine engagierte und couragierte Leistung und zog vor allem im letzten Viertel nochmals an. Das ging mit 26:18 an Bamberg. Am Ende war es die Nervenstärke an der Freiwurflinie (25/29), die den Sieg perfekt machte. Augustine Rubit und Lucca Staiger trafen die entscheidenden in den Schlusssekunden. Vier Brose-Spieler punkteten zweistellig: Hickman (18), Rubit (15), Staiger (13) und Lô (11). Augustine Rubit holte bei seinem ersten EuroLeague-Sieg überhaupt zudem noch elf Rebounds und sicherte sich somit ein Double-Double.

Andrea Trinchieri: „Ich glaube, unsere Saison hat heute begonnen. Es war ein großartiger Erfolg der Mannschaft. Wir haben alles aufs Parkett geworfen. Wir kämpften, wir machten Fehler, aber wir kamen stärker aus diesen Fehlern zurück. Glückwunsch an meine Spieler, dass sie zurückgeschlagen haben – auf die bestmögliche Weise. Für uns sind Siege wichtig, um endlich die Saison beginnen zu können. Aber hier zu gewinnen, wo Fenerbahce noch in der ersten Runde verloren hat, ist etwas Besonderes.“

Brose musste in Andalusien auf den mit einer fiebrigen Mandelentzündung Zuhause gebliebenen Nikos Zisis verzichten. Der Rest der Truppe fand gut ins Spiel, musste aber Mitte des ersten Viertels einen Nedovic-Dreier zum 9:14 schlucken. Suarez sorgte kurz darauf für den bis dato höchsten Bamberger Rückstand (13:21, 7.). Die Gäste, unterstützt von rund 50 mitgereisten Bamberger Fans, fanden aber durch Kampf und Leidenschaft zurück. Ein 9:0-Lauf, abgeschlossen von fünf Zählern in Folge von Lucca Staiger, sorgte für die erstmalige Führung: 24:22. Das war zugleich der Stand nach zehn Minuten.

Zwei Hickman-Dreier hielten den Brose-Vorsprung auch zu Beginn des zweiten Abschnitts (30:27, 3.). Allerdings bekamen die Bamberger nach wie vor Nedovic nicht in den Griff. Er wurde am Ende mit 24 Punkten Topscorer, drei Zähler davon streute er Mitte des zweiten Viertels zum Ausgleich ein: 32:32. Aber auch Staiger kann es bekanntlich von Außen. Dreier von ihm, dazu Augustine Rubit: Brose ging mit einer Vier-Punkte-Führung in die Pause: 38:34.

Die zweite Halbzeit begann mit zwei Dreiern der Hausherren (39:41, 21.). Brose aber hielt weiterhin dagegen. Vor allem defensiv stand der deutsche Meister viel besser, als noch in den letzten Partien. Und auch beim Rebound – einer großen Stärke Málagas, vor der Trinchieri im Vorfeld extra gewarnt hatte – griff Bamberg beherzt zu. Am Ende sollten die Gäste das Duell der Abpraller sogar mit 35:31 gewinnen. Dennoch ging es mit einem Rückstand von vier Punkten in die letzten zehn Minuten: 54:58.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch. Hickmans dritter Dreier brachte Brose wieder in Front (60:59, 32.). Die Führung wechselte bis Mitte des Viertels mehrmals hin und her. Hackett, Rubit und Hickman sorgten mit einem 6:0-Lauf für eine zwischenzeitliche Sieben-Punkte-Führung (73:66, 36.). Die allerdings reichte nicht bis zum Ende. Málaga kam nochmals zurück und glich in der letzten Minute durch Augustine aus: 76:76. Brose aber zeigte sich davon komplett unbeeindruckt und behielt vor allem von der Freiwurflinie in der entscheidenden Phase die Nerven. Rubit und Staiger sorgten mit vier verwandelten in den letzten Sekunden für den 80:76-Sieg.

Brose Bamberg:
Hackett 9, Hickman 18, Nikolic 2, Staiger 13, Mitrovic 6, Lô 11, Olinde dnp, Rubit 15, Heckmann dnp, Radosevic 4, Taylor 2