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Berliner Betriebsräte warnen Siemens vor Werksschließungen

Berlin (dpa) – Berliner Betriebsräte von Siemens und die IG Metall haben das Management aufgefordert, keine Werke in Berlin zu schließen oder Teile zu verlagern. Sollte die Unternehmensführung dies tatsächlich vorhaben, würden sich die Arbeitnehmer energisch dagegen wehren, kündigte der IG-Metall-Bevollmächtigte Klaus Abel am Freitag an. «Siemens muss sich auf eine harte Auseinandersetzung einstellen», fügte er hinzu.

Berlin ist mit 11 600 Mitarbeitern der größte Produktionsstandort des Münchner Konzerns. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hatte am Donnerstag «schmerzhafte Einschnitte» vor allem in der Kraftwerkssparte angekündigt. Siemens will am 16. November im Wirtschaftsausschuss des Unternehmens über seine Pläne informieren. Tags darauf sollen die Details öffentlich gemacht werden.

Abel sagte, nach den Planspielen des Managements solle deutschlandweit Personal «im vierstelligen Bereich» abgebaut werden. Das Dynamowerk in Berlin sowie die Standorte Görlitz, Leipzig und Erfurt seien als Kandidaten für eine Schließung genannt worden.

In Berlin muss sich außer dem Dynamowerk, das Elektromaschinen baut, auch das Gasturbinenwerk in der Huttenstraße Sorgen um Arbeitsplatzabbau machen. Die weltweiter Nachfrage nach großen Gasturbinen war zuletzt gering.

Der Sprecher der Berliner Siemens-Betriebsräte, Günter Augustat, verlangte vom Unternehmen, keine Teile von Forschung oder Fertigung in Berlin aufzugeben. Vielmehr müsse Siemens in die Entwicklung noch effizienterer Gasturbinen und Elektromotoren investieren.