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Babyboom in Bayern: Mehr Geburten mit Kaiserschnitt

München/Wiesbaden (dpa/lby) – Der Babyboom im Freistaat hält an. Im vergangenen Jahr sind in bayerischen Krankenhäusern 120 911 Kinder geboren worden. Im Jahr zuvor waren es gut 6000 Neugeborene weniger, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Damit nimmt die Zahl der Klinikgeburten bereits zum fünften Mal in Folge zu. 2011 hatte das Statistische Bundesamt 100 788 Geburten in bayerischen Krankenhäusern registriert.

Gleichzeitig ist – entgegen dem deutschlandweiten Trend – in Bayern die Zahl der Kaiserschnitte leicht angestiegen. Sie nahm um 0,4 Prozentpunkte auf 32,2 Prozent zu. Damit liegt die Rate zudem über dem bundesweiten Durchschnitt von 30,5 Prozent.

Trotz des Babybooms hat die Zahl der Krankenhäuser mit Geburtsstationen in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. So übernahmen im vergangenen Jahr im Freistaat den Angaben zufolge 109 von 357 Krankenhäusern die Geburtshilfe; 2010 waren es noch fast 20 Kliniken mehr.

Wie viele Kinder 2016 insgesamt in Bayern geboren wurden, steht dem Bundesamt zufolge noch nicht fest. Sicher ist: «Wir rechnen mit deutlich mehr Geburten als 2015», sagte Statistiker Reinhold Zahn.