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Abgeordnete Guttenberger: Seehofer muss an Söder abgeben

München (dpa/lby) – Als Konsequenz aus dem schlechten Ergebnis bei der Bundestagswahl fordert auch die Fürther CSU-Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger den Rücktritt von Parteichef Horst Seehofer. «Ich glaube nicht, dass es ohne personellen Neuanfang geht. Seehofers Strategie war nicht erfolgreich», sagte sie den «Nürnberger Nachrichten» (Mittwoch). Guttenberger will diese Position auch in der Sitzung der CSU-Landtagsfraktion am Mittwoch vertreten: «Wir brauchen einen Neuanfang. Und das werde ich auch so sagen.» Als Nachfolger komme für sie nur Finanzminister Markus Söder in frage: «Söder ist derjenige, der etwas durchsetzt. Wir sind mit ihm sehr gut gefahren. Er ist ein verlässlicher Partner.»

Aus Guttenbergers Sicht haben Seehofer und CDU-Chefin Angela Merkel nach dem langen Streit über die Flüchtlingspolitik «keine Sprachebene mehr. Das ist keine gute Basis». Wenn Seehofer die Obergrenze fordere, Merkel sie aber noch vor der Wahl ablehne, «dann müssen wir uns die Frage stellen, ob die andere Seite uns noch in entsprechender Wertigkeit wahrnimmt.» Sie sehe bei der Schwesterpartei CDU generell ein «Respektproblem» zur CSU, insbesondere aber auch bei Merkel gegenüber Seehofer.