Basketball: Brose Bamberg macht wichtigen Schritt Richtung Play-Offs – Aufbauspieler Ricky Hickman fehlt mehrere Wochen – Daumen der linken Hand ausgekugelt

Tief durchatmen beim Deutschen Basketballmeister Brose Bamberg. In der Brose Arena gab es gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg einen 80 zu 73 Heimsieg; Dieser Sieg ist ein kleiner aber wichtiger Schritt Richtung Playoffs, so der Verein. Für Brose Bamberg geht es am kommenden Donnerstag bei Real Madrid mit dem letzten Spiel der Euroleague-Saison in diesem Jahr weiter. Los geht´s um 21 Uhr. Radio Bamberg überträgt das Spiel live.

Eine bittere Pille gibt es allerdings: für Brose Bamberg: Aufbauspieler Ricky Hickman fehlt mehrere Wochen – er hat sich im Spiel gegen Mailand den  Daumen der linken Hand  ausgekugelt. Röntgenuntersuchungen haben aber gezeigt: gebrochen ist nichts.

Hier der ausführliche Bericht von Brose Bamberg:

 

Brose Bamberg besiegt Ludwigsburg – Hickman fällt aus

 

Brose Bamberg ist am 27. Spieltag der easyCredit BBL einen kleinen, aber wichtigen Schritt Richtung Playoffs gegangen und hat die MHP RIESEN Ludwigsburg mit 80:73 bezwungen. Dabei lag der deutsche Meister Mitte des zweiten Viertels bereits mit 20 Punkten vorne (41:21, 17.), ließ sich den Vorsprung jedoch wieder nehmen (69:68, 36.). Allerdings zeigte Brose Kampf und Leidenschaft, so dass die Gäste es nicht schafften, ihrerseits überhaupt einmal in Führung zu gehen. Am Ende blieb Bamberg vor allem von der Freiwurflinie ruhig (31/36) und sicherte sich damit den 15. Saisonsieg. Bester Brose-Werfer war Dorell Wright mit 17 Punkten. Seine zusätzlich zehn Rebounds bedeuteten abermals ein Double-Double.

Luca Banchi: „ Es war heute ein sehr hart geführtes Spiel. Meine Mannschaft ist exzellent gestartet. Alle Spieler haben mit der nötigen Einstellung gespielt. Wir haben zu keiner Zeit aufgegeben. Problematisch war die Phase mit sechs Ballverlusten im dritten Viertel, aber meine Spieler waren tough genug, um am Ende einen Weg zum Sieg zu finden. Wright war sehr stark mit zehn Rebounds und gut beim Ausboxen in der Zone. Dieser Sieg war extrem wichtig für unser Selbstvertrauen.“

Brose startete gut in die Partie, lag nach Punkten von Wright, Radosevic und Lô schnell mit sechs Zählern vorne (8:2, 2.). Und diese Führung konnten die Gastgeber, die wieder auf Nikos Zisis zurückgreifen konnten, bis Mitte des Viertels sogar leicht ausbauen (16:8, 6.). Sieben Punkte vor waren es noch nach den ersten zehn Minuten: 24:17.

Im zweiten Viertel gelangen Ludwigsburg die ersten vier Zähler, danach allerdings übernahm Brose vollkommen das Geschehen. In der Abwehr rührte der deutsche Meister Beton an und vorne lief es reibungslos. Die Folge war ein 17:0-Lauf und die 20-Punkte-Führung nach 17 gespielten Minuten: 41:21. Die letzten drei Minuten der ersten Halbzeit gehörten dann jedoch komplett den Gästen, die ihrerseits durch einen 10:0-Run den Brose-Vorsprung auf wieder zehn Zähler verkürzen konnten: 41:31.

Das dritte Viertel brachte dann einige Bamberger Unzulänglichkeiten. Insgesamt verloren die Mannen von Luca Banchi sechsmal den Ball, das wiederum führte zu einfachen Ludwigsburger Punkten. Broses Vorsprung schmolz sukzessive zusammen (52:49, 27.). Ein Staiger-Dreier sorgte zwar wieder für etwas Entlastung, dennoch blieben die Gäste dran. Vor dem Schlussabschnitt führte Brose noch mit sechs Zählern: 60:54.

Es wurde jetzt das erwartet kampfbetonte Spiel. Ludwigsburg wollte seine Siegesserie fortsetzen, Brose seinerseits endlich gegen ein Top-Team bestehen. Nach 36 Minuten brachte Walkup die Gäste auf einen Punkt ran: 69:68. Bamberg aber ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Sie ließen den Ball gut laufen und zwangen die Riesen hierdurch zu Fouls, die in Freiwürfe mündeten. Und diese traf Bamberg hochprozentig. Am Ende versenkte Brose 31 Stück bei 36 Versuchen. Vor allem in der Crunchtime blieb der deutsche Meister nervenstark und sicherte sich somit den wichtigen 80:73-Erfolg.

Ricky Hickman fällt aus

Der US-Amerikaner hat sich im Spiel gegen Mailand den Daumen der linken Hand ausgekugelt. Röntgenaufnahmen direkt nach dem Spiel haben ergeben, dass nichts gebrochen ist. In der kommenden Woche werden weitere Untersuchungen in einer Spezialklinik durchgeführt. Wir rechnen mit einer mehrwöchigen Ausfallzeit.

Brose Bamberg:
Hackett 5, Wright 17, Zisis 13, Nikolic 9, Staiger 3, Wolf dnp, Lô 11, Olinde, Rubit 8, Musli 2, Radosevic 12