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2589 bayerische Firmen sind pleitegegangen

Hamburg/München (dpa/lby) – 2589 Firmen aus Bayern sind im vergangenen Jahr pleitegegangen. Damit liegt der Freistaat in absoluten Zahlen an Platz zwei der Statistik, die die Wirtschaftsauskunftei CRIF Bürgel am Donnerstag in Hamburg veröffentlichte. Berechnet pro 10 000 Unternehmen gab es im Ländervergleich allerdings mit 43 die wenigstens Firmenpleiten in Bayern.

Deutschlandweit ist die Zahl der Insolvenzen zum achten Mal in Folge gesunken und hat den tiefsten Stand seit der Einführung der neuen Insolvenzordnung 1999 erreicht. 2017 mussten den Angaben zufolge 20 276 Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten – 6,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum bisherigen Höchststand 2003, als noch 39 320 Firmenpleiten registriert wurden, hat sich die Zahl der Insolvenzen annähernd halbiert.

«Die Unternehmen profitieren von der stabilen Konjunktur, den günstigen Finanzierungsbedingungen und dem erneut starken Export», sagte Geschäftsführerin Ingrid Riehl. «Positiv wirkt auch die Binnenkonjunktur, die durch einen Anstieg der verfügbaren Einkommen und der Kaufkraft gestärkt wird.» Im laufenden Jahr hält CRIF Bürgel allerdings eine Trendumkehr für möglich.