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«Osterfest samt Auferstehung»: FCN nach Teuchert-Tor erleichtert

Nürnberg (dpa/lby) – Der Unterzahl-Sieg gegen den FC Erzgebirge Aue kam Trainer Michael Köllner wie ein Erweckungserlebnis vor. «Das war ein turbulentes Spiel. Wir haben heute das ganze Osterfest samt Auferstehung in 90 Minuten erlebt», sagte der 47-Jährige nach dem eminent wichtigen 2:1 (1:0) am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga. Trotz mehr als 40 Minuten in Unterzahl entledigte sich der «Club» dank eines Joker-Tores von Youngster Cedric Teuchert der größten Abstiegssorgen.

«Es ist schön, dass uns Eigengewächs Teuchert die drei Punkte beschert. Am Ende war es ein Kampf um jeden Zentimeter», berichtete Köllner. «Deshalb waren wir froh, als das Spiel abgepfiffen wurde. Jetzt können wir erst einmal durchschnaufen.»

Während Aue unter Trainer Domenico Tedesco nach vier Siegen und einem Remis die erste Niederlage kassierte, feierten die Nürnberger nach zwei Pleiten wieder einen Dreier. «Wir haben bis zum Ende gekämpft und uns dafür belohnt. Der Einsatz war überragend», lobte Mittelfeldspieler Hanno Behrens.

Tobias Kempe (24. Minute) mit der durchaus überraschenden Führung und Joker Teuchert (82.) 25 Minuten nach seiner Einwechslung für Tim Matavz ließen den «Club» vor 24 707 Zuschauern jubeln. Nach einer Roten Karte wegen Notbremse gegen Nürnbergs Patrick Kammerbauer (49.) hatte Mario Kvesic (51.) den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste erzielt, die immer wieder für Gefahr vor dem starken Torwart-Oldie Raphael Schäfer sorgten.

«In Überzahl wird nicht alles einfacher. Vor allem, wenn der ‚Club‘ so gut verteidigt und auf Konter lauert», meinte Aues Coachs Tedesco. «Mit einem Mann weniger war es natürlich schwierig, aber wir haben das gut gemacht. Wir haben uns reingehängt und extremen Einsatzwillen gezeigt», sagte indes Kempe. «Es waren sehr wichtige drei Punkte. Ziel ist es jetzt, die weiteren Spiele erfolgreich zu gestalten und dabei so viele Punkte wie möglich zu holen.» Mit nun 38 Punkten kann der FCN entspannt in die obere Tabellenregion blicken.

Die Sachsen waren für die Nürnberger ein harter Brocken. Vor allem moralisch konnten die Hausherren jedoch überzeugen. «Wir haben die Woche gut gearbeitet und haben das im Spiel gut durchgezogen», sagte der 20-jährige Teuchert, der an vorderster Front viel Laufarbeit leisten musste. «Die Fans haben uns vor allem nach der Roten Karte noch einmal gepusht.»